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Auricher Wissenschaftstage –
Forum einer dritten Kultur

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Artikel in der Ostfriesen-Zeitung vom 12. Januar 2018, S. 19 [1]

Vom Universum bis in die Tiefsee

Im Februar und März berichten zehn Experten bei den 28. Auricher Wissenschaftstagen von ihren Forschungsergebnissen und Expeditionen

Kartenreservierungen sind ab Montag, 22. Januar, im Internet möglich.

Von Katrin Frauenlob

AURICH Die 28. Auricher Wissenschaftstage spannen den Bogen weit: Zehn Experten berichten in der Vortragsreihe von ihren Forschungsgebieten – und die reichen von der Tiefsee bis in ferne Galaxien, von dem Streben nach Glück bis zu personalisierter Medizin, von Molekülen in Zeitlupe bis zur Weihnachtsflut 1717. Zwischen Montag, 12. Februar, und Donnerstag, 15. März, finden die elf Vorträge statt.

Die Veranstaltungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des Gymnasiums Ulricianum und dem Beruflichen Gymnasium der BBS 2 in Aurich. „Wir freuen uns wieder auf spannende Vorträge“, sagte Carlo Grün, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung Aurich-Norden, die das Projekt unterstützt.

Zusätzlich zu den zehn Forschern berichten die Stipendiaten der Wissenschaftstage von ihren Praktika in wissenschaftlichen Instituten. Claudia Groen aus dem Organisationsteam erklärte, dass diese Aufenthalte immer noch das Kernstück der Wissenschaftstage seien. Zusätzlich zu den Vorträgen verbringen jährlich rund 40 bis 50 Schüler Zeit in den Forschungsinstituten oder nehmen an Expeditionen teil.

Den Auftakt der Vortragsreihe der Wissenschaftler macht Prof. Dr. Antje Boetius. Sie leitet das Alfred-Wegener-Institut am Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Sie wird über ihre Expeditionen in die Tiefsee unterhalb von 4000 Metern berichten. „Sie hat atemberaubende Dinge erlebt“, sagte Josef Antony aus dem Organisationsteam.

Dr. Axel Weiß vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn nimmt die Zuhörer auf eine Reise in das Weltall mit – er referiert über die Entstehung ferner Galaxien. „Das Thema kommt bei unseren Schülern immer gut an“, sagte Antony.

Außer den naturwissenschaftlichen Themen erhält auch die Geisteswissenschaft eine Bühne: Dr. Katrin Klausing von der Universität Osnabrück widmet sich in ihrem Vortrag dem Menschenbild des Islams und beschäftigt sich mit der muslimischen Perspektive des Feminismus. Prof. Dr. Michael von Brück von der Ludwig-Maximilians-Universität in München erklärt, was es mit dem Glück auf sich hat und wie man die Balance findet.

Forschung und Praxis verbindet Prof. Dr. Marcus Junkelmann auf unkonventionelle Weise: Der Historiker hat in einer Uniform eines römischen Legionärs die Alpen überquert. Für Museen hat er auch die Ausrüstung von Gladiatoren erprobt – eine Herangehensweise, die viele Schüler begeistere, sagte Groen.

Eintrittskarten

Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Auricher Wissenschaftstage ist frei. Kartenreservierungen sind allerdings notwendig. Das ist laut dem Organisationsteam ab Montag, 22. Januar, möglich unter http://go.zgo.de/ irfdl.

Nach Angaben von Claudia Groen aus dem Organisationsteam waren die Karten im vergangenen Jahr für viele Veranstaltungen bereits nach zwei bis drei Tagen vergeben. In diesem Jahr gibt es erstmalig die Möglichkeit, zu stornieren. So können doch nicht benötigte Plätze weiter vergeben werden.

Das detaillierte Programm ist im Internet unter www.auricher-wissenschaftstage.de abrufbar.

Anmerkung

[1]

Eine E-Paper-Version des Artikels ist ebenfalls verfügbar.

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