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Aufenthalte am Kunsthistorischen Institut in Florenz (X)

Praktikumsbericht

Praktikum am Kunsthistorischen Institut in Florenz
vom 30. September bis zum 13. Oktober 2018
Von Johanna Garten und Jule Detmers

Foto des Kunsthistorischen Institut in Florenz, 15 k

Das Institut für Kunst­historik

Wir, Johanna Garten und Jule Detmers von der BBS2 Aurich, erhielten vom 30.09.2018 bis zum 13.10.2018 die Chance, im Rahmen der Auricher Wissenschaftstage ein zweiwöchiges Praktikum am Kunsthistorischen Institut in Florenz zu absolvieren.

Begrüßt wurden wir an unserem ersten Arbeitstag von Eva Mußotter und Ester Fasino, die als Direktionssekretärinnen für den geschäftsführenden Direktor Gerhard Wolf arbeiten und uns auch in den folgenden zwei Wochen begleiten würden. Wenig später lernten wir auch Sevda, Giada und Max kennen, mit denen wir uns von nun an ein Büro teilten. Verständigen konnten wir uns innerhalb des Institutes mit den meisten Mitarbeitern auf Deutsch, in anderen Situationen kamen wiederum unsere Englischkenntnisse ins Spiel.

Unser Praktikum begann mit einer Führung durch die umfangreiche Bibliothek des Institutes. Sevda zeigte uns unter anderem auch, wie man sich mithilfe eines Planes in der Bibliothek zurechtfindet, wie man bestimmte Bücher finden kann und wie man sie ausleiht und wieder zurückbringt. Ein wichtiges Merkmal der Bibliothek ist, dass man sich kein Buch mit nach Hause nehmen kann. Die Bücher werden nur innerhalb des Gebäudes verliehen, das bedeutet, dass man die Bücher, die man braucht, entweder auf den Arbeitsplatz, den man sich in der Bibliothek ausgesucht hat (in unserem Fall war dieser immer unser Büro, welches sich über der Bibliothek befindet), anmelden kann, oder sie am Ende des Tages wieder zurückbringen muss. Außerdem wurde uns gezeigt, wie man das „Kubikat“ (ein digitaler Bibliothekskatalog, der alle vorhandenen Bücher umfasst) bedient.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, eine Bibliografie über die geliehenen Bücher der Räume G305 und G306 (unser Büro) zu erstellen. Dazu nahmen wir uns jedes Buch einzeln vor, suchten es mithilfe der Signaturen (IDs) am Buchrücken im Kubikat und trugen die Informationen (Autor, Titel, Erscheinungsjahr etc.) in eine Excel Tabelle zum jeweiligen Raum ein. Zu unseren täglichen Aufgaben gehörte es auch, benötigte Werke aus der Bibliothek zu holen und nicht mehr benötigte zurückzubringen. An unserem vierten Arbeitstag besuchten wir die nahe gelegene Fotothek, die ebenfalls zum Institut gehört. Dort hörten wir uns einen Vortrag mit dem Titel „Portraits of the Unbelonging: Photography, the Ottoman State, and the making of Armenian emigrants“ an, der von Zeynep Devrim Gürsel in englischer Sprache präsentiert wurde. Dieser handelte von der Rolle der Fotografie während der armenischen Emigration in die USA.

Wir übernahmen auch langfristigere Aufgaben, wie z. B. das Ausdrucken und Sortieren von wissenschaftlichen Ausarbeitungen von Gerhard Wolf, woran Johanna fünf Tage lang arbeitete. Währenddessen korrigierte Jule eine wissenschaftliche Arbeit von Annette Hoffmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Institutes) auf Einheitsfehler und die zugehörige Bibliografie der Quellen auf ihre alphabetische Anordnung. Das war vor allem etwas knifflig, weil in der Arbeit viele verschiedene Sprachen verwendet wurden, größtenteils Deutsch und Englisch, es gab aber auch z. B. italienische und hebräische Textausschnitte und Zitate.

Wir wohnten in einem Kloster direkt gegenüber vom Institut, welches sehr zentral liegt und es uns so ermöglichte, jeden Tag nach der Arbeit die Stadt zu Fuß zu erkunden. Passend zum Thema unseres Praktikums – nämlich Kunsthistorik – nutzten wir unsere Freizeit dafür, uns die kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten in Florenz anzusehen. Dazu zählten zum Beispiel der Dom, der nur einen Katzensprung von unserer Unterkunft entfernt lag, die berühmte Brücke „Ponte Vecchio“ und das Kunstmuseum „Galerie degli Uffizi“. Was uns während unserem Aufenthalt wohl am häufigsten auffiel war, dass Florenz durch und durch eine Stadt der Kunst ist. Wo man hinsah, sah man begabte Straßenkünstler, aufwändige Decken- und Wandmalereien, architektonische Meisterwerke, Skulpturen und vieles mehr.

Wir haben viel gesehen und konnten aus unserem Praktikum viele Erfahrungen und neue Eindrücke mit nach Hause nehmen. Dafür und für die nette Aufnahme im Team möchten, wir uns ganz herzlich beim Kunsthistorischen Institut Florenz und allen Mitarbeitern, die mit uns gearbeitet haben, bedanken. Vielen Dank auch an die Auricher Wissenschaftstage und alle Mitwirkenden, die uns und vielen anderen Schülern eine so einmalige Erfahrung ermöglichen.

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